Rinderrouladen wie zu „Großmutters Zeiten“

RouladeKennt Ihr das auch? An einem Sonntagmorgen im Frühling oder Sommer geht man spazieren oder macht einen Ausflug. Man schlendert an Häuserreihen vorbei und erschnuppert den unvergleichbaren Geruch und Duft von sonntäglicher Hausmannskost. Zu früheren Zeiten war es üblich, dass die Herren nach der Kirche oder auch nicht zum sonntäglichen Frühschoppen gingen, die Damen hatten die sonntägliche Küche für das Mittagessen zu beschicken. Die Fenster der Küchen waren auf „Kipp“ gestellt, also roch man schon auf dem Bürgersteig im Dorf den leckeren Braten.
Mein Lieblingsgericht an solchen Tagen war immer: Rinderrouladen mit Salzkartoffeln, Gurkensalat und Gemüse.

Zutaten für 4 Personen:

  • 4 schöne Rinderrouladen (nicht zu dick)
  • Salz, Pfeffer, Senf (mittelscharf)
  • 6 Gewürzgürkchen
  • Gemüsebrühe
  • etwas Mehl
  • Butter
  • 8 dünne Scheiben geräucherten, gestreiften Speck
  • Holz- oder Metallspießchen

Zubereitung:

Die Rinderrouladen abwaschen, etwas abtupfen und auf einem Holzbrett ausbreiten. Leicht mit Salz und Pfeffer würzen, mit Senf bestreichen. Je 2 Scheiben geräucherten Speck auflegen und kleingeschnittene Gürkchen obenauf geben. Das Ganze nun zusammen rollen, indem zuerst die Seiten nach innen geschlagen werden und dann vom Kopfende her das Fleisch eingerollt wird. Mit Holz- oder Metallspießchen fixieren. Die Rouladen mit Mehl bestäuben.

In einem Brattopf Butter heiß werden lassen und die Rouladen von allen Seiten schön braun anbraten. Obenauf etwas Gemüsebrühe geben und mit einer Tasse Wasser ablöschen.

Das Ganze ca. 1 1/2 Std. auf kleiner Flamme köcheln lassen. Darauf achten, dass während dieser Zeit genug Wasser bzw. Fond im Topf bleibt, ansonsten etwas Wasser nachgießen.

Sobald das Fleisch weich ist, die Rouladen kurz herausnehmen, warm stellen, und in die Soße (in einer Tasse ca. 2 EL Mehl mit ca. 2 EL Wasser verrührt) übriges Kartoffelwasser (Menge nach Wunsch für die Soße) geben, das angerührte, klumpenfreie Mehlgemisch dazu geben, gut mit dem Schneebesen verrühren und kurz aufkochen lassen. Abschmecken!

Fast immer ist an Gewürzen genug vorhanden, sodass selten nachgewürzt werden muss.

Hierzu serviere ich leckere neue Salzkartoffeln und einen Gurkensalat. Geht es auf Ostern oder Pfingsten zu, ist der junge Spargel gekocht dazu ein Gedicht.

Schönen Sonntag und guten Appetit!

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2 Gedanken zu „Rinderrouladen wie zu „Großmutters Zeiten“

  1. Ich selber mache die Rouladen auch noch so und nicht anders. Auch verwende ich so wie Du Rouladennadeln und kein Garn, wozu gibt es Sie denn sonst 🙂
    Meine Soße habe ich noch nicht richtig hinbekommen, die schmeckt noch zu sehr nach Wein, das bekomm ich aber auch noch hin.

    Liebe Grüße sagt Claudia

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